Phantasiereisen
Phantasiereisen – in wenigen Minuten ganz woanders sein!
Nicht nur Kinder lieben die kleine Flucht aus dem Alltag. Mir helfen Sie enorm, wenn mein Chef, die Telekom und die GEZ alle auf einmal nach mir verlangen. Und zu Hause wartet dann noch sehnsüchtig mein Australian Cattle Dog darauf, an der nächsten Straßenlaterne die „Zeitung“ zu lesen ☺. Ich werde dem allen gerecht, brauche dann aber schnell Entspannung. Ich lege also meine CD in den Player, lege mich auf die Couch und schon geht`s los. Damit Sie nicht gleich eine CD kaufen müssen, haben Sie hier einen wunderschönen Text für eine Phantasiereise. Alles was Sie jetzt noch tun müssen ist: Die Augen zu schließen und sich den Text vorlesen lassen. Diesen und mehr Texte finden Sie kostenlos auf www.1-meditation.de.
Und während unser Atem gemütlich weiterfließen kann
stellen wir uns vor,
wir sind so ein Baum,
der ganz alleine auf einer großen Wiese steht -
groß ausgewachsen
im vollen Laub -
frisches Grün überall,
frische Blätter, …
Und der Himmel ist blau.
Und die Sonne scheint.
Und wir haben Tausende über Tausende von Blättern,
und tanken damit das Sonnenlicht auf.
Und wir nehmen diese Lebenskraft aus der Sonne
aus unseren Blättern
über unsere vielen Äste
mit in den Stamm.
Und gleichzeitig weht der Wind durch unser Laub.
Und auch unsere Äste bewegen sich sanft vom Wind,
so wie Haare.
Es ist so als wenn wir durch das Rascheln unserer Blätter
und das Bewegen unserer Zweige
den anderen Bäumen,
die ein bisschen weiter weg stehen,
Zeichen geben
und Signale.
Und wir fühlen mal weiter nach unten.
Wir sind ganz tief verwurzelt in der Erde -
ganz tiefe dicke Wurzeln.
Und während die Kraft aus der Sonne
durch unsere Blätter
in unseren Stamm fließt -
bis runter in die Wurzeln -
und unseren ganzen Organismus mit Energie versorgt,
so fließt gleichzeitig die Kraft aus der Erde
über die Wurzeln
in unseren Stamm
und dringt nach oben
bis in alle Blätter.
Auch wenn wir nicht direkt miteinander verbunden sind,
so sind wir über den Erdboden miteinander verbunden.
Und es ist so als wären wir eins mit dem ganzen Wald.
Es ist nicht nur so als wären wir es -
wir sind es.
Wir sind ein Wesen.
Der Wald ist ein Wesen.
So wie eine Wiese
ein Organismus ist -
aus vielen vielen Grashalmen,
so sind wir als Wald
ein Organismus.
Und da gehören nicht nur die Bäume dazu,
auch das Gras
und das Moos
und die vielen Tiere um uns herum:
Die Regenwürmer,
die die Erde locker und luftig machen
um unsere Wurzeln,
die Insekten,
die unsere Blüten bestäuben.
Ganz viele Tiere wohnen bei uns:
Die Ameisen,
die am Stamm hochkrabbeln,
um die Blattläuse zu melken,
die Vögel,
die ihre Nester gebaut haben,
und voller Eifer und Aufregung Insekten suchen,
weil die Kleinen haben ständig Hunger.
Überall ist Leben.
Manchmal kommen Rehe
und futtern ein paar von den Blättern,
die ganz unten hängen.
Und nun sind wir nicht mehr im Baum,
sondern wir dürfen jetzt mit unserem Körper durch diesen Wald gehen
und als Mensch den Wald erleben.
Und wir haben gleichzeitig noch das Gefühl,
wie es war als Baum.
Und wir sind noch mit den Bäumen verbunden.
Und wir können noch das fühlen,
was die Bäume fühlen,
und nehmen das ganze Leben wahr
im Wald und auf der Wiese:
Die Insekten,
die Vögel,
die Säugetiere, …
Wir hören das Summen der Bienen und Libellen
und das Zwitschern der Vögel,
das Rauschen der Blätter
überall um uns herum.
Die Bäume sprechen miteinander.
Und sie sprechen auch mit uns.
Und wenn der Wind durch die Blätter streift,
streift er auch durch unsere Haare,
und wir fühlen das genauso wie die Bäume.
Die gleiche Luft!
Und wenn die Sonne auf unsere Haut scheint,
dann fühlen wir sie angenehm warm.
Es ist die gleiche Sonne,
die auch die Bäume auftanken.
Und mit unseren nackten Füßen
fühlen wir den Boden.
Er ist nicht kalt,
er ist warm -
warm und ein bisschen feucht.
Das ist beinahe so,
als wenn wir die Energie fühlen können,
die im Boden ist,
so wie ein Kribbeln.
Gleichzeitig können sich alle unsere Spannungen,
die in uns sind,
entladen über den Boden.
Wir sind jetzt geerdet.
Und wir tanken die Energie der Erde
über unsere Füße auf,
so wie die Bäume mit den Wurzeln.
Wir stellen uns einmal bewusst hin
und fühlen mit den Füßen in den Boden rein
und lassen die Energie in uns aufsteigen
und breiten die Hände aus
wie Äste
und die Finger
wie Blätter
und tanken damit die Sonne auf.
Fast wie ein Baum -
nur nicht ganz so groß.