Massageanleitungen
Massagen für sie, ihn und uns
Ziel: Entspannung, Wohlbefinden
Vorbereitung/Utensilien: Musik, evtl. Kerzen, weiche Unterlage, Massageöl (vorgewärmt)
Personen: 2
Kosten: Öle gibt es ab ca. 3 Euro, oder selber herstellen. Anleitungen unter „Massageöle zum Selbermachen“.
Dauer: Damit eine tiefe Entspannung erreicht wird, sollte mindestens 20 Minuten massiert werden!
Der Wunsch nach Berührungen gilt als eines der grundlegendsten Bedürfnisse des Menschen, zu wenig Körperkontakt macht krank und unglücklich. Der Energiefluss wird angeregt, die Sinne öffnen sich und der Körper erfährt eine komplette Entspannung.
„Du kannst zwar anfangen, Massage zu lernen, aber du wirst niemals fertig werden, die Erfahrungen vertiefen sich ständig und werden immer stärker. Massage ist eine der feinsten Künste, sie ist nicht nur eine Frage des technischen Könnens. Sie ist eine Frage der Liebe.“ Osho
Die klassische Massage (Schwedische Massage) wird in fünf verschiedene Anwendungstechniken unterteilt und mit diesen durchgeführt:
- Streichen
Auf den Gliedmaßen, dem Rücken und dem Oberkörper werden gleichmäßige Streichbewegungen durchgeführt. Die Bewegungen erfolgen in Richtung des Herzens. Der von zart bis stark ausgeübte Druck begünstigt eine Entspannung der Muskulatur, somit werden der Blutfluss und der Lymphabfluss beschleunigt. - Kneten
Durch das gegeneinander Schieben der Muskeln werden diese gedehnt. Dadurch erfolgt eine Auflockerung des Muskelgewebes. Muskelverhärtungen werden beseitigt. Die Knetmassage entfernt Verspannungen. - Reiben
Bei dieser Technik wendet der Masseur reibende, kreisende Bewegungen an. Dabei benutzt er Fingerkuppen, Daumen und Handballen. Die Poren öffnen und die Blutgefäße erweitern sich. Diese Methode führt zu einer besseren Durchblutung und beseitigt Verhärtungen der Muskulatur. - Klopfen
Um eine bessere Durchblutung der Muskulatur zu erreichen, wendet der Masseur die Klopftechnik an. Durch leichtes Klopfen und Klatschen in gelockerter Weise wird das Nervensystem angeregt. - Erschütterungen
Durch die rhythmische Erschütterung des Körpers werden Ablagerungen mit dem Blut aus dem Körper entfernt.
Die klassische Massage
Wirkungsweise: Das kräftige Streichen, Kneten und Reiben macht selbst große Muskelgruppen wieder geschmeidig weich und wird gut durchblutet und der Stoffwechsel wird angeregt. Die Massage sollte keine Schmerzen verursachen, weil die Muskulatur sonst in eine Abwehrspannung fällt und die Wirkung ausbleibt.
Der gesteigerte Lymphfluss schwemmt Abbauprodukte aus dem Gewebe, dadurch wirkt diese Massage wie eine Frischzellenkur für Haut und Muskeln.
Streicheleinheiten sorgen für eine Steigerung des Wohlbefindens – dies ist wohl der Hauptgrund dafür, seinen Partner selbst Zuhause zu massieren.
Zum Selbermachen und Glücklichsein – eine kleine Anleitung für Massagen daheim:
Zur Vorbereitung der Massage sollte man sich einen Untergrund suchen der zwar bequem aber nicht zu weich ist. Bei der Massage sollte der liegende Part der massiert wird, bestimmen was für ihn unangenehm ist und was nicht.
Bei der normalen Massage ist es nicht so wichtig welche Griffe stattfinden, sondern die Tatsache, dass der Massierte es als angenehm empfindet. Dafür sollte immer der gleiche Rhythmus beibehalten werden und die Massagerichtung sollte zum Herzen und vom Kopf abwärts erfolgen.
Wichtig ist, dass bei der Massage kein Druck auf die Wirbelsäule ausgeübt wird und vor allem in der Nähe der Nieren sollte man besonders vorsichtig sein, weil dies für den Liegenden schmerzhaft sein kann. Jede Massagebewegung sollte dabei ca. drei bis fünf Mal erfolgen. Achten Sie drauf, dass das Öl vor dem Auftragen auf die Haut stets warm ist.
Die “Effleurage” macht bei der Massage den Anfang und läutet zudem das Ende ein. Es ist eine sanfte Streichung von unten nach oben zum Halsansatz und wieder nach unten. Beim Streichen nach oben kann ruhig etwas mehr Druck angewendet werden. Das Ausstreichen kann über die Oberarme erfolgen.
Bei den Walkungen liegen die Hände quer zur Wirbelsäule an den Flanken auf. Mit der ganzen Hand werden kreisende Bewegungen in Richtung der Daumen durchgeführt wobei der Daumen selber nicht mitkreist. Neben der Wirbelsäule sollte die Massage nur mit den Fingern in kleinen Kreisen erfolgen.
Besonders entspannend und zugleich gut gegen Falten auf der Stirn ist eine gründliche Gesichtsmassage. Hierbei wird mit den Handflächen ausgehend von der Nase hin über die Wangen in Richtung der Ohren gestrichen. Anschließend wird mit den Fingern die Stirn von der Nasenwurzel bis hin zum Ansatz des Haares glatt gezogen. Zum Abschluss der Massage wird ebenfalls mit Hilfe der Finger um den Bereich des Mundes mit kreisenden Bewegungen das Kinn gelockert, danach wird in einem Zug eine Bahn vom Nasenrücken bis hin zu den Augenbrauen gezogen.
Eine andere Massagetechnik erfolgt durch Handballenkreisungen. Dabei führt nur der Handballen die kreisenden Bewegungen durch. Anfangen sollte man dabei am Kreuzbein über den Darmbeinkamm – am Ende der Wirbelsäule seitwärts am Knochen runter. Mit demselben Griff geht es dann die Wirbelsäule rauf und einmal um das Schulterblatt herum. Dann wird der Handballen unten wieder neu angesetzt.
Friktionen sind das Gegenteil zu den Handballenkreisungen. Diese werden nur mit den Fingerspitzen durchgeführt. Dabei nimmt man den gleichen Weg wie bei den Handballenkreisungen. Besonders angenehm und hilfreich sind Friktionen bei einem verspannten Nacken.
Die Daumenwechselstreichungen sollten am Schädelrand anfangen und dann über die Wirbelsäule runter bis zu den Schulterblättern führen. Bei dieser Massagetechnik sollten die Finger abwechselnd kreisen.
Mein Tipp: Je nach Partner (z.B. basierend auf dem Sternzeichen) das passende, individuell zugeschnittene Massageöl kaufen oder selber mischen. Details zur Herstellung von Aroma-und Massageölen sind unter „Massageöle zum Selbermachen“ zu finden. Eine besondere Atmosphäre wird durch Duftkerzen (z.B. fantastische Vanille Teelichter von Ikea), Musik von Enigma und das Ausschalten sämtlicher Telefone erzielt.