Phytosterine kommen hauptsächlich in fettreichen Pflanzenteilen vor. Besonders reich sind sie in Sonnenblumensamen, Weizenkeimen, Sesam und Sojabohnen, sowie Kürbiskernen vorzufinden. Sie besitzen nachweislich eine cholesterinsenkende Wirkung. Dies wurde erstmals im Jahr 1951 beschrieben und in der Folge durch zahlreiche klinische Studien bestätigt. Der Handel bietet mit Phytosterinen angereicherte Lebensmittel wie Joghurtdrinks oder Margarine an.
Jüngste Studien in Leipzig fanden jüngst allerdings heraus, dass Phytosterole die Entwicklung einer begünstigen können. Dies erklärte Prof. Dr. Daniel Teupser, Professor für Klinische Chemie und Funktionelle Genetik bei der Vorstellung der Forschungsergebnisse. Durch aufwendige Studien konnte erstmals eine direkte Verbindung zwischen den für den Transport pflanzlicher Sterole wesentlichen Lipidgenen und der koronaren Herzerkrankung gezeigt werden. Menschen mit einer bestimmten genetischen Variante würden Phytosterole schlechter ausscheiden. Sie hätten dadurch einen höhere Sterolspiegel und somit ein erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Damit steht das Ergebniss der Forschung in direktem Widerspruch zu Empfehlungen medizinischer Fachgesellschaften, die eine Nahrungsmittelergänzung mit pflanzlichen Sterolen befürworten.
Prof. Dr. Joachim Thiery, Direktor des Instituts für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und Molekulare Diagnostik unterstützt die Ergebnisse der Forschung, die über ein Jahr durch einen außergewöhnlich harten Prüfungsprozess gelaufen seien, ehe sie veröffentlicht wurden.
Somit steht auf Grund der Forschungen fest, dass Produkte mit Ersatzstoffen für tierische Fette grundsätzlich nicht gesundheitsfördernd sind, sondern im Gegenteil für einen nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung sind sie sogar als schädlich einzustufen sind, da sie zu einem erhöhten Risiko, einen Herzinfakt zu erleiden, führen können. Daher sollte, wer auf Nummer sicher gehen will, sich bei Lebensmitteln mit Phytosterolzusätzen eher zurückhaltend verhalten.
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