Ein internationales Forscherteam hat herausgefunden, dass Landleben offensichtlich aktiv vor Asthma schützt. Da Landkinder täglich Bakterien und Pilzen ausgesetzt sind, erkranken sie vermutlich seltener an Asthma. Zu diesem Ergebnis kamen die Wissenschaftler um Markus Ege bei der Auswertung von zwei groß angelegten Studien, an denen insgesamt 16.000 Kinder teilgenommen haben.
Bei der Auswertung der Daten wurden mehrere Bakterienarten erkannt, die an der Verringerung des Erkrankungsrisikos offensichtlich beteiligt sind. Wie die Wissenschaftler erklärten, können die Ergebnisse dazu beitragen, einen Impfstoff gegen die Krankheit zu entwickeln. Zudem stützen sie die Hygiene-Hypothesen. Nach diesen treten Allergien und Autoimmunerkrankungen umso häufiger auf, desto seltener ein Mensch im Kindesalter mit den jeweiligen Mikroorganismen in Kontakt kommt.
Bei Kindern zählt Asthma zu den chronischen Erkrankungen, die am häufigsten vorkommen. Derzeit sind in Deutschland rund 10 Prozent der Kinder von der Krankheit betroffen. Oft leiden sie ein Leben lang unter Asthma. Bislang ist jedoch noch unbekannt, auf welche Art und Weise die Bakterienzellen und Pilzsporen das Asthmarisiko verringern. Allerdings ist es möglich, dass das Immunsystem durch eine bestimmte Kombination von verschiedenen Mikroorganismen stimuliert wird.
Quellhinweis Bild: © Marc Tollas / pixelio.de
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